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Aus der Geschichte

Von Dienstwohnung zur Waldgaststätte

Der Rehberger Graben war für den Bergbau im Harz lebensnotwenig, weil durch dieses Bauwerk tagtäglich zu den Gruben Wasser fließen konnte, das man für die Erzeugung von Energie und somit für die tägliche Arbeit vor Ort dringend benötigte. Um den Rehberger Graben ständig in einem ordungsgemäßen Zustand zu erhalten, brauchte man Personal. Im Jahr 1772 wurde für die Bediensteten ein Gebäude errichtet, das den Arbeitern als Materiallager diente, sie aber auch zu Wohnzwecken nutzten.

Die Nutzung als Dienstwohnung durch den Grabenwärter oder Grabensteiger erfolgte bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts, wobei die Gastwirtschaft auch dann schon einen immer wichtiger werdenden Nebenverdienst der Bewohner darstellte.Eine im Jahr 2007 entdeckte Tafel belegt, dass das Grabenhaus zumindest zeitweise auch als Mautstelle für den Verkehr auf dem Rehberger Grabenweg genutzt wurde. Wahrscheinlich stellte dieser Weg für Pferdefuhrwerke eine beliebte Wegeverbindung dar, weil der Weg am Graben eine weitgehend gefällefrei verläuft.

Seit dem 20. Jahrhundert wird das Grabenhaus als Wirtshaus betrieben. Es ist heute als historische Waldgaststätte im Sommer und insbesondere Winter ein beliebtes Ausflugslokal für Wanderer, Mountainbiker und Skiläufer.